Dienstag, 3. Mai 2022

Sinn und Ziel des Buddhismus

 Es ist das große Ziel Buddhas, uns aus der Sinnlosigkeit und dem Leiden unseres Lebens zu befreien und uns auf ein erfülltes lebendiges Neuland zu führen. Das heißt Befreiung, Erwachen oder Erleuchtung. Sein Ziel ist für uns in hohem Maße heilend, emanzipatorisch, therapeutisch und kreativ. Denn wenn wir das Leiden weitgehend  überwunden haben, können wir ein

 Leben mit Freude, Glück, innerer Ruhe und im Gleichgewicht 
führen. Das ist in den heutigen Krisen-Zeiten besonders wichtig. Denn der Buddhismus ist damals in Indien und der Zen später in Japan in besonders schweren Zeiten mit viel Krieg und Elend entwickelt worden und hat sich bis heute bewährt. Ich hatte ein schwere Berufskrise, die ich mit Zen und Meditation überwinden und zum Guten wenden konnte. Deshalb bin ich natürlich dabei geblieben. Im Buddhismus geht nicht nur um die heilsame Lehre sondern um die praktische Verwirklichung der Lebensfreude. 

Zentrale Lehre: die Vier Edlen Wahrheiten zur Überwindung des Leidens

Das ist der Weg und die Methode zur Überwindung unseres Leidens und um zu Freude, Glück, Energie, Gleichgewicht, Gelassenheit und Unternehmungsgeist in unserem Leben zu kommen. Dieser Zusammenhang ist nach Buddhas Lehre und Erfahrung weitgehend durch heilsames Handeln, unsere eigenes Verstehen und gute Selbst-Erfahrung zu verwirklichen und durch neue von uns selbst gesteuerte Impulse zu verändern. Ein blockierter Verstand reicht zur erweiterten Vernunft dafür nicht aus, besonders wenn Dogmen und Ideologien vorherrschen. Ein spitzfindiger Intellekt ist auch wenig brauchbar, denn es geht um tiefere Lebensweisheiten, die der Buddhismus uns geben kann.

Die zentrale Ursache für ein leidvolles Leben ist die Abhängigkeit von den 

Drei menschlichen Giften: Gier, Hass und Verblendung

also von Erstarrung und Ideologien. Aber auch Trägheit und Passivität sind nicht hilfreich. All das kann zur Ruhe kommen und sich in das Gegenteil verkehren. Davon bin auch ich überzeugt!

Was kann uns dabei den rechten Weg weisen: Unsere Klarheit in Wechsel-Wirkung mit anderen Menschen, mit der Umgebung und nicht zuletzt mit uns selbst, etwa in der Meditation. Das ist ein kraftvoller Weg der Mitte, der ideologische Extreme vermeidet. Mich überzeugt die Praxis und Philosophie Buddhas in hohem Maße. Sie hat sich auf meinem langen Lebensweg besonders in Krisenzeiten bewährt und geholfen, viel Unheil und damit verbundenes Leiden zu vermeiden.

Was ist nun die zentrale positive Botschaft Buddhas und der großen Meister in Indien und Japan? Sie lautet: Die Wirklichkeit der Welt und des Lebens sind lebendig und vernetzt, wir Menschen sind nicht statisch und isoliert. In dieser Vernetzung können wir unser Leben aktiv verbessern, oder wie es heißt, heilsam gestalten. In einer guten Lebensformel wird das in einem Grund-Prinzip der Befreiung beim Menschen und in der Natur zusammen gefasst:

Gemeinsames Entstehen in Wechsel-Wirkung.

Ist es nicht erstaunlich, dass es das selbe Prinzip wie in der Ökologie, Kommunikation und Gehirnforschung ist? Das ist für mich eine Art Ur-Gesetz unseres Planeten und wurde von dem Genie Buddha als erster entdeckt, er machte es zur Grundlage seiner Lehre. Unsere moderne Wissenschaft ist erst seit kurzer Zeit auf diese Wahrheiten der Natur und des Lebens gekommen. Der Dalai Lama hat sich klar geäußert, dass Buddhismus und die verlässliche Ergebnisse der Wissenschaft nicht im Widerspruch stehen. Und wer dagegen verstößt, muss leiden, wie in der Klima-Krise und im Ukraine-Krieg. Der Buddhismus zeigt uns nun einen erprobten Weg, um aus solchen Schwierigkeiten, Erstarrung  und sinnlosem Leiden herauszukommen. Besonders wichtig ist es daher:

In der Mitte liegt die Kraft, 

Sinnlose Extreme und Übertreibungen bitte vermeiden.

 

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